Über die Geschichte von dem "Manoir de l'Abbaye"

 


Dieses charakteristische Gebäude liegt mitten im kleinen Dorf Seuilly, welches auch zum "UNESCO-Weltkulturerbe" gehört. Das " Manoir", ehemaliger Wohnsitz des Abteigeistlichen, ist aus Tuffsteinen gebaut, besitzt einen achteckigen Turm und wurde im fünfzehnten Jahrhundert errichtet.

Die alten Tuffsteine erinnern uns an den Schriftsteller François Rabelais, dem bedeutendsten Prosa-Autor der französischen Renaissance. François Rabelais ist im Jahre 1494 in Seuilly (La Deviniere) geboren und besuchte in den ersten Schuljahren in der angrenzenden Abtei die Schule. Hier spielte eines seiner sehr burlesken Kapitel von "Gargantua", und zwar die berühmte Episode von den "Picrocholinen Kriegen".

Die Abtei von Seuilly war zuerst ein einfaches Bethaus, gebaut um 1095 (gewidmet dem "Heiligen Peter", dann dem "Heiligen Grab" und schliesslich "Unserer Muter"). Es wurde um 1100 zur "Abtei" erhoben und gehörte dann zu dem Orden von dem Heiligen Benoît. Im Jahre 1416 zerstörte ein Feuer ein Teil der Kirche und des Klosters.

Der Wiederaufbau fand von 1466 bis 1491 statt. Aber durch zunehmende Dekadenz wurde die Abtei juristisch gesehen im Jahre 1736 aufgegeben. In dieser Zeit war sie nur noch von 4 Mönchen bewohnt. Am 14.März 1751 verwüstete ein Orkan die Abtei, die nie wieder erneuert wurde. Von der Abtei ist nur noch ein Gebäude aus dem XV. Jahrhundert übrig geblieben, genannt "Haus des Almosen" oder des "Verwalters". Das viereckige Gebäude ist mit zwei besonderen Giebeln versehen.